Entscheidung an der Maas

Vom 2. Besuch bei Kingfields

Emil ganz neugierig. Bild: deutzmann.net
Emil ganz neugierig. Bild: deutzmann.net

Am 26. April ging es erneut zu Wendy, Roger, Emil und seinen Geschwistern nach Maastricht. Diesmal wurde ich von meinen Eltern begleitet, die bereits 2007 schon mit von der Partie waren, als ich mich für Boss (Kingfields Lieutennant) entschied.

 

Heute stand die Entscheidung an, welcher der beiden kleinen Rüden es werden wird. Jackson oder Jagger, das war jetzt die Frage. Der kleine dicke ohne Halsband oder der aufgeweckte, hellere Welpe mit dem grünen Halsband? Eine schwierige Entscheidung.

 

In Holland angekommen gab es direkt eine Überraschung. Zu Besuch war ebenfalls die Tierärztin, die den Kleinen gerade die ID-Chips setzte. Von jetzt an gab es keine Identitätszweifel mehr, denn alle hatten nun ihren Chip unter der "Jacke", der immer und jederzeit mit einem Lesegerät ausgelesen werden kann.

 

Die ganze Rasselbande befand sich im großzügigen Außenbereich und war gerade mit Milch trinken beschäftigt. Mit viel Ausdauer und Ruhe lässt die Hündin das Gedränge an der "Milchbar" über sich ergehen. Mit knapp 5 1/2 Wochen bekommen die Welpen allerdings auch schon Welpenfutter zugefüttert. Der kräftige Schluck bei der Mutter reicht mittlerweile kaum noch aus um den riesigen Hunger zu stillen. Kein Wunder, denn momentan legen die Welpen rund 1 Kilo pro Woche an Gewicht zu.

Die Welpen trinken bei der Mutter. Bild deutzmann.net
Die Welpen trinken bei der Mutter. Bild deutzmann.net
Es gibt aber auch schon feste Nahrung um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Bild: deutzmann.net
Es gibt aber auch schon feste Nahrung um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Bild: deutzmann.net

Die vielen Bilder haben es ja bereits verraten welcher Welpe es nun werden wird. Jagger wird es werden! Der kleine Wonneproppen ohne Halsband. Dennoch lag die Entscheidung nicht nur bei mir. Auch die zukünftigen Hundebesitzer des anderen kleinen Rüden, als auch Roger als Züchter hatten neben mir ein Wörtchen mitzureden. Jeder konnte natürlich seine Wünsche äußern, aber am Ende entschied Roger wer welchen Welpen bekommen wird, denn er kennt halt seine Hunde am Besten und hat durch die Besuche auch die Menschen kennengelernt. Somit konnte er besonders gut einschätzen wer zu wem am besten passt. Übrigens keine seltene Vorgehensweise von Züchtern.

 

Und warum wird es nun Jagger, der bei mir Emil heißen wird? Ganz einfach! Da ich schon mit Boss diverse Ausstellungen besucht hatte und wir damals auch die ein oder andere gute Platzierung geholt hatten, möchte ich dies mit Emil auch gerne machen. Emil zeigt vom Wesen, der Statur und besonders der Fellanlage bestes Potenzial um als rassetypischer Labi auf Ausstellungen erfolgreich zu sein. Außerdem schätzte Roger, das dieser Welpe vom Wesen her am besten zu mit passt. Diesem Urteil vertraue ich, alleine schon wegen der guten Erfahrung, die ich mit Emils Vorgänger machen durfte.

Emil leckt an der Hand meiner Mutter. Bild: deutzmann.net
Emil leckt an der Hand meiner Mutter. Bild: deutzmann.net

Und manchmal ist es schon beeindruckend, denn Emil schien irgendwie auch direkt einen guten Draht zu uns zu haben. Nicht nur, das er ständig in meiner Nähe oder der meiner Eltern war, er zeigte auch direkt seine Zuneigung. So leckte er an unseren Händen oder legte sich für ein Nickerchen auf unsere Füße. Jetzt könnt man "Zufall" schreien oder sagen: "Das machen die ja alle!". Aber so war das nicht.
Er war der Einzige, der an diesem Tag sowas gemacht hat. Nicht, das die anderen Welpen nicht ebenso nett, umgänglich oder zutraulich gewesen wären, aber diese Nähe zu mir und uns suchte nur Emil. ein gutes Zeichen, wie ich meine.

Emil schlummert gemütlich mit dem Kopf auf dem Fuß. Bild: deutzmann.net
Emil schlummert gemütlich mit dem Kopf auf dem Fuß. Bild: deutzmann.net

Nach einer guten Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen war der Besuch auch schon wieder vorbei. Am liebsten hätte ich den Racker direkt mitgenommen, doch noch ist er zu klein und ich muss mich noch ein paar Wochen gedulden. Aber es dauert ja nicht mehr lange...